Schlafzimmer einrichten: Bettgestell, Lattenrost und Matratze
Ein Bett ist kein Möbelstück, das man nach Optik auswählt und dann vergisst. Bettgestell, Lattenrost und Matratze bilden ein System, das nur funktioniert, wenn alle drei Teile zueinander passen. Wer hier sorgfältig plant, schläft nicht nur besser, sondern spart auch Geld, weil die Matratze länger hält und der Lattenrost nicht vorzeitig verschleißt.
Das Bettgestell gibt die Größe und die Auflagefläche vor. Ein Rahmen mit durchgehender Auflageleiste nimmt jeden Lattenrost auf, während Modelle mit Mittelholm und Querstreben exakt zu den Maßen des Rostes passen müssen. Achten Sie auf die Innenmaße, nicht auf die Außenmaße: Ein als 160 × 200 cm verkauftes Bett hat oft eine Liegefläche von nur 155 × 195 cm. Wer später eine größere Matratze möchte, braucht ein Gestell, das sich erweitern lässt. Auch die Höhe der Bettkante spielt eine Rolle, denn sie entscheidet darüber, wie bequem man ein- und aussteigt.
Der Lattenrost übernimmt die Aufgabe, das Körpergewicht gleichmäßig zu verteilen. Federholzleisten mit unterschiedlicher Steifigkeit in Schulter- und Beckenbereich stützen die Wirbelsäule, während ein einfacher Rollrost ohne Verstellmöglichkeit nur eine flache Unterlage bietet. Prüfen Sie, ob der Rost zur Matratzenart passt: Eine Taschenfederkernmatratze braucht eine feste, ebene Auflage, eine Kaltschaummatratze profitiert von flexiblen Leisten. Wer hier spart, merkt es nach wenigen Monaten an Druckstellen und Rückenschmerzen. Wie Sie dabei die perfekte Matratze finden, hängt also maßgeblich von der Unterlage ab, auf der sie liegt.
Die Matratze selbst muss zum Körpergewicht und zur Schlafposition passen. Seitenschläfer brauchen eine weichere Schulterzone, Rückenschläfer eine gleichmäßig stützende Fläche. Der Härtegrad allein sagt wenig aus, weil er von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich definiert wird. Messen Sie stattdessen nach: Bei einer 90 kg schweren Person sollte die Matratze etwa 7 cm nachgeben, bei 60 kg rund 5 cm. Ein zu harter Kern erzeugt Druck an Hüfte und Schulter, ein zu weicher lässt das Becken absinken. Erst wenn Gestell, Rost und Matratze aufeinander abgestimmt sind, entsteht die gleichmäßige Auflage, die erholsamen Schlaf ermöglicht.