Zweite Gardinenstange im Altbau ohne Bohren montieren
Wer in einer Altbauwohnung mit hohen Decken und großen Fenstern lebt, kennt das Problem: Eine einzelne Gardinenstange reicht oft nicht aus, um den Raum angemessen zu verdunkeln oder eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Mehrschichtige Vorhänge – bestehend aus einem transparenten Store, einem blickdichten Vorhang und eventuell einem Thermovorhang – erfordern mindestens zwei, manchmal sogar drei Stangen. In Mietwohnungen ist Bohren jedoch häufig untersagt oder zumindest unerwünscht, weil die Wände aus alten Ziegeln, Lehm oder Putz bestehen und Risse oder Ausbrüche drohen. Die Lösung liegt in einer durchdachten Planung, die ohne Beschädigung der Bausubstanz auskommt.
Bevor man zur zweiten Gardinenstange greift, sollte man die vorhandene Befestigung genau prüfen. Oft ist die erste Stange an der Decke oder an der Wand oberhalb des Fensterrahmens montiert. Für eine zweite Stange bieten sich Klemmträger an, die ohne Bohren am Fensterflügel oder am Rahmen befestigt werden. Alternativ können Spannstangen verwendet werden, die sich zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden oder Fensterlaibungen verspannen. Wichtig ist, dass das Gewicht der Vorhänge – besonders bei schweren Thermo- oder Verdunkelungsstoffen – die Tragfähigkeit der Klemm- oder Spannlösung nicht überschreitet. Wer sich unsicher ist, findet unter Vorhänge richtig aufhängen eine hilfreiche Anleitung, die sowohl die Wahl der Stange als auch die richtige Montage ohne Bohren erklärt.
Für Altbauten mit unebenen Decken oder historischen Stuckelementen sind Deckenmontagen mit speziellen Klebepads oder Magnetbefestigungen eine Option, sofern die Oberfläche tragfähig genug ist. In Mietwohnungen empfiehlt es sich, vorab den Vermieter zu konsultieren, auch wenn die Montage ohne Bohren erfolgt. Eine zweite Gardinenstange lässt sich zudem oft an der vorhandenen Stange mithilfe von Adaptern oder Auslegern befestigen, die einfach eingehängt werden. So bleiben die Wände unversehrt, und die mehrschichtigen Vorhänge können flexibel kombiniert werden – leicht für den Tag, schwer für die Nacht.
Die Planung sollte auch die Länge der Vorhänge und den gewünschten Faltenwurf berücksichtigen. Zwei Stangen übereinander oder nebeneinander erfordern unterschiedliche Abstände zur Wand, damit die Stoffe nicht aneinander reiben. Ein Maßband, ein Bleistift und etwas Geduld reichen aus, um die Positionen zu markieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, testet die Befestigung zunächst mit einem leichten Stoff, bevor die schweren Vorhänge aufgehängt werden. So steht einem gemütlichen, mehrschichtigen Vorhangsystem im Altbau auch ohne Bohren nichts im Wege.